KLASSISCHE HOMÖOPATHIE
Was ist Homöopathie?
Patienteninformation
Hinweise
Das Ziel:
Sanft, schnell, gewiß und dauerhaft heilen
Homöopathie - Medizin der Zukunft
Für die einen ist die Homöopathie Scharlatanerie. Für die anderen ist
sie ein Segen. Ich meine: Sie ist die "Medizin der Zukunft".
Vor gut 200 Jahren wurde die Homöopathie entdeckt: 1790 machte in
Leipzig der Arzt Samuel Hahnemann seinen berühmten Selbstversuch mit
Chinarinde, der ihn auf eine neue Idee brachte, kranke Menschen zu
heilen. Hahnemanns 1796 in Hufelands "Journal der practischen
Arzneykunde" unter dem Titel "Versuch über ein neues Prinzip zur
Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen" veröffentlichte Gedanken
faszinierten zunächst. Im Laufe der Zeit geriet die homöopathische
Heilkunst wieder in Vergessenheit. Erst in jüngster Zeit wird sie aus
verschiedenen Gründen wieder als Chance begriffen - und zugleich von der
etablierten Medizin umso heftiger bekämpft.
Das soll Medizin sein?
Ungewöhnlich: Der Arzt nimmt sich beim ersten Besuch des Patienten eine
ganze Stunde Zeit, fragt zwar nach dem Befinden, nach Wehwehchen und
Leiden, nach Vorlieben beim Essen und Trinken, will wissen, wie der
Patient gewöhnlich schläft, durchleuchtet ihn also durch und durch - und
gibt ihm am Ende gar keine Medizin. Oder nur zwei, drei winzige
Kügelchen. Das soll Medizin sein? So fragt sich der Patient.
Ja, das ist die Medizin der "klassischen Homöopathie", welche der
griechische Arzt und Spitzenhomöopath Georges Vithoulkas preist als
"Medizin der Zukunft". Tatsächlich interessieren sich immer mehr
Patienten dafür. Auch immer mehr Ärzte, die in manchen Krankheitsfällen
mit ihrem herkömmlichen Medizinerlatein nicht weiterkommen, befassen
sich mit dieser Art des Heilens, welche den ganzen Menschen erfassen
will. In der Homöopathie sind Gesundheit und Krankheit nur wie zwei
Seiten einer Medaille.
Der Fall Giuliano
Als Giuliano, damals acht Jahre alt, vor neun Jahren mit einer
chronischen Bronchitis, mit sieben Allergien und mit Neurodermitis
erstmals zu einem klassischen Homöopathen ging, hatte er schon einiges
hinter sich: Umständliche Salbenprozeduren, falsche Therapien bei einer
Pseudo-Homöopathin, aufwendige Allergietests, danach die
Desensibilisierung gegen die Hausstaubmilbe. Allein die Ampullen dazu
hatten im Quartal rund 500 Mark gekostet, die Ampullen mit Sprühmittel
als Hilfe bei den Asthma-Anfällen kosteten knapp 100 Mark und hielten
keinen Monat.
Parallel dazu war aufwendig das Schlafzimmer "sterilisiert" worden,
hatten die Eltern die Teppichböden durch Holzböden ersetzen lassen, ein
Asthmatiker-Bett angeschafft. Dennoch muß Giuliano eines Nachts als
Notfall in die Klinik, bleibt dort drei Tage am Tropf. Die Ärzte zucken
mit den Schultern, raten zum Umzug in Orte mit Reizklima; die Eltern
spielen ernsthaft mit dem Gedanken, von Süddeutschland an die Norsee zu
ziehen. Dann bekommen sie den Tip, sich einem klassischen Homöopathen
anzuvertrauen.
Tip ist goldrichtig
Dieser Tip erweist sich als goldrichtig. Giuliano ist bereits ein Jahr
später seine Neurodermitis los. Im Laufe der ersten drei Jahre bessert
sich auch die chronische Bronchitis von Besuch zu Besuch. Es gab immer
mal wieder Luftprobleme. Da wurde dann wieder gesprüht. Aber in den
letzten vier Jahren kommt Giuliano mit einer Sprühflasche im Jahr aus,
die er in den letzten beiden Jahren nur der Vorsicht halber mit sich
führt aber praktisch nicht mehr benutzt hat. Der erste Arztbesuch hat
200 Mark gekostet, die weiteren Besuche zwischen (anfänglich) 65 bis
(heute rund) 100 Mark, einschließlich Arzneien.
Was hatte der homöopathische Arzt, der streng nach Hahnemann arbeitet,
gemacht? Er sah sich die Neurodermitis oberflächlich und mit mäßigem
Interesse an, horchte mit dem üblichen Gerät die Brust ab und fragte
ansonsten, ob der Bub gern in die Schule geht, wann es am meisten in den
Bronchien rasselt, morgens, abends oder nachts, ob Giuliano leicht
schwitzt, ob er im Schlaf lacht, Süßes lieber mag als Salziges, ob er
Warzen unterm Fuß oder sonstwo hat, auf welcher Seite er (ein-)schläft
und vieles mehr. Dabei blätterte der Doktor immer wieder in ein paar
alten, abgegriffenen Büchern. Nach rund einer Stunde gab er dem Buben
vier oder fünf Kügelchen, die er unter der Zunge zergehen lassen sollte
und verabschiedete den Patienten: "Bis in drei Monaten. Wenn vorher
irgendetwas ist - bitte anrufen."
Zwei chronische Krankheiten geheilt
Es war in den neun Jahren immer mal was, dann tat es mal ein Anruf und
die Ferntherapie. Mal war es auch notwendig, wegen akuter Erkrankung in
die Praxis zu fahren. Aber im Prinzip ist Giuliano, der heute etwa
dreimal im Jahr zu seinem Arzt fährt, geheilt. Ein Erfolg der
Homöopathie also bei zwei Krankheiten, bei denen Schulmediziner
allenfalls die Symptome bekämpfen (können), weil sie bis heute die
Ursache gar nicht kennen. Dr. Gerhardus Lang aus Boll, eine der raren
Kapazitäten der klassischen Homöopathie, ist überzeugt: "Bei
entsprechendem Können ist ein Homöopath in der Lage, alle chronischen
Leiden zu heilen."
Ein anderer Fall: Heinrich Otto (51) ist wegen Psoriasis
(Schuppenflechte) zum Homöopathen gegangen. 20 Jahre hat er Cortison auf
die Kopfhaut und anderswohin geschüttet und gestrichen, hat heiß
gebadet, mit und ohne Salz vom Toten Meer, Spiritusverdünnungen
angewandt. Und hat gelitten. Nachdem beim Sport unter der Dusche dann
ängstliche Kollegen fragten, ob die geröteten Stellen mit Aids zu tun
haben, hatte er solche Situationen gemieden, den Sport aufgegeben.
Anderthalb Jahre nach der ersten homöopathischen Behandlung war die
Schuppenflechte in deutlichem Heilungsprozeß. Ganz verschwunden waren
seine Hämorrhiden, Fußpilz und Schweißfüße. Seine Migräneanfälle sind
nur noch selten und erträglich. Heute, nach rund acht Jahren sind die
Schuppenflechte-Stellen zum Teil abgeheilt beziehungsweise deutlich
reduziert.
Homöopath sucht nicht nach Ursachen
Wie das? Was hat der Arzt wogegen eingesetzt?
Die Frage ist falsch gestellt! Der Homöopath sucht nie nach einer
Ursache einer einzelnen Krankheit, um etwas dagegen einzusetzen. Während
die Schulmedizin noch immer dem Kausalitätsprinzip verpflichtet ist,
geht der Homöopath von der Annahme das,
"daß das, was man 'Krankheitsprozeß' nennt, eine bestimmte Form der
Reaktion des Organismus auf einen schädlichen Reiz aus seiner Innen-
oder Außenwelt ist, also ein Versuch, die Gesundheit wieder
herzustellen. Die Homöopathen haben dieses Reaktionsvermögen als
körperliche Abwehr, als Lebenskraft oder Selbstheilungskräfte
beschrieben. Die Annahme von körpereigenen Selbstheilungskräften ist
sehr wichtig für die homöopathische Therapie, da sie zu einer ganz
bestimmten Interpretation des Symptoms zwingt." (Catherine R. Coulter in
der Einleitung zu ihrem Buch "Portraits homöopathischer Arzneimittel")
In Bezug auf die Mittel hatte Hahnemann (1750 - 1832) als Begründer der
modernen Homöopathie gefordert: "Wähle, um sanft, schnell, gewiß und
dauerhaft zu heilen." Seine Anhänger gehen wie er davon aus, daß die
Kräfte, welche den verschiedenen Substanzen innewohnen, sowohl Krankheit
als auch Gesundheit bewirken können.
Hahnemann war erster Arzneimittelforscher
Hahnemann, welcher Mediziner, Chemiker und Apotheker war, hat nicht nur
als erster das in der Volksheilkunde bekannte ähnlichkeitsprinzip
systematisch erforscht, sondern damit überhaupt als erster mit
wissenschaftlicher Akribie Arzneimittelforschung betrieben. Bis dahin
war Medizin Quacksalberei. Die These war: Krankheit ist in den Menschen
hineingelangt und muß wieder ausgetrieben werden, mit Klistieren, mit
Schröpfen, mit Gift (zum Spucken), mit Schwitzen - oder mit Exorzismus.
Hahnemann war dieser Medizin gegenüber nicht nur skeptisch, er weigerte
sich sogar als Arzt weiterzuarbeiten, weil er mit diesen Mitteln nicht
kurieren konnte. So arbeitete er zum Beispiel als übersetzer
medizinischer Texte. Dabei fand er in einem englischen Text die
Behauptung, die Chinarinde sei ein probates Anti-Malaria-Mittel, weil
sie die Magennerven positiv beeinflusse. Er, der früher selbst einmal
eine Malaria überstanden hatte, wollte nun neugierig die Wirkung von
Chinarinde an sich selbst beobachten. Er nahm das Mittel ein und stellte
fest: Er hatte plötzlich Malaria-Symptome.
Damit begann alles. Hahnemann ging intuitiv von der These aus: Eine
Substanz, die bestimmte Symptome bei einem Gesunden hervorruft, hilft
einem Kranken, der diese Symptome hat, zu gesunden. Als nächstes testete
er Belladonna. Weil dieses Mittel, von einem Gesunden eingenommen,
diesen wie einen Scharlachkranken aussehen läßt, wendet Hahnemann es als
Arznei bei von Scharlach Befallenen an - und hat herausragenden Erfolg
damit.
Jetzt probiert Hahnemann alle ihm bekannten Substanzen, um
festzustellen, welche Reaktionen zu beobachten sind. Seine dezidierten
Erkenntnisse faßt er in seinem Werk "Reine Arzneimittellehre" zusammen.
Ein weiteres Werk ist das in 240 Paragraphen gegliederte "Organon der
rationellen Heilkunde" (später "Organon der Heilkunst"), welches die
Methode der homöopatischen Heilkunst beschreibt.
Auf die Potenz kommt's an
Homöopathische Heilmittel sind - das weiß heute beinahe jeder - sehr
verdünnt und verschüttelt ("potenziert"). Je mehr sie verdünnt sind,
desto wirksamer sind sie. Hoch-Potenzen (LM- oder Q-Potenzen) werden
eingesetzt bei chronischen Krankheiten und als grundsätzliches
(Konstitutions-)Mittel. Bei akuten Krankheiten werden weniger verdünnte
Mittel (C-Potenzen oder D-Potenzen) verwendet. Die Herstellung ist sehr
wichtig und für den Therapie-Erfolg entscheidend. Deshalb sucht sich der
klassische Homöopath den Lieferanten seines Vetrauens sehr sorgfältig
aus.
Weil mit herkömmlichen Meßmethoden in homöopathischen Heilmitteln kein
Molekül der ursprünglichen Materie mehr nachgewiesen werden kann, wird
der an der ursprünglichen, schulmedizinischen Arzneimittel-Definition
Hängende die Homöopathie immer als Scharlatanerie abtun. Dabei wird
vergessen, daß möglicherweise die physikalischen Meßinstrumente für
diese Art der Information ungeeignet sind. Vielleicht ist der Körper als
biologisches Meßinstrument viel sensibler.
Neues wissenschaftliches Denken
Immerhin ist mit der Quantenmechanik unser rein physikalisch bestimmtes
Weltbild in Frage gestellt worden. Das Prinzip "Gleibe Ursache, gleiche
Wirkung" ist obsolet. Auch die Hilfskonstruktion "ähnliche Ursache,
ähnliche Wirkung" kann vergessen werden. Das mit der nichtlinearen
Dynamik gefundene Gesetz "ähnliche Ursache, höchst unterschiedliche
Wirkung; und: kleinste Ursache, größte Wirkung" spricht eher dafür, daß
in einem modernen Wissenschaftsverständnis auch die Homöopathie aus dem
Zwielicht, in das sie die Schulmedizin gerne stellen will, herausgeholt
werden muß.
Forschungen in Labors in Frankreich, Israel, Italien und Kanada
erbrachten erstaunliche Ergebnisse: Eine wäßrige Lösung von Antikörpern,
die so lange verdünnt worden ist, bis nach größter Wahrscheinlichkeit
kein einziges dieser Protein-Moleküle mehr enthalten sein kann, ruft
dennoch die gleichen biologischen Reaktionen hervor, wie sie von
Antikörpern provoziert wird. Und noch erstaunlicher: Bei einer der bei
homöopathischen Heilmitteln ganz ähnlichen Verdünnung bleibt die
Reaktion mal aus - und bei weiterer Verdünnung erfolgt sie dann wieder,
und so weiter im bestimmten Rhythmus.
"Ein Nichts mit Folgen" überschrieb "Die Zeit" einen Bericht über diese
Forschungen. Doch wer Wirksamkeit nicht mit meßbaren, fühlbaren oder
sonstwie erkennbaren Wirkungen verwechselt, wird gerade unter
Einbeziehung moderner physikalischer Erkenntnisse die Wirksamkeit eines
"Nichts" akzeptieren.
Wirksamkeit erwiesen
Inzwischen gibt es jede Menge Untersuchungen über die Wirksamkeit von
homöopathischen Mitteln bei Tieren und Pflanzen. Bei denen fällt ja der
bei Menschen so gern unterstellte Placebo-Effekt weg. Auch Kleinkinder
können homöopathisch bestens behandelt werden, besser als Erwachsene,
die ja gewöhnlich mit vielen Mitteln wie Penicillin, mit verschiedensten
Antibiotika kontaminiert sind. Auch die vielen Heilungserfolge, die
niemand wissenschaftlich dokumentieren möchte, sind mindestens Indiz für
die Wirksamkeit der Homöopathie. Doch noch immer darf sich kein
Homöopath habilitieren, wird die Homöopathie mit dem "Argument", sie sei
unwissenschaftlich, von den Hochschulen ferngehalten.
Mit ganz einfachen Mitteln wird dem Durchschnittsbürger diese Therapie
vorenthalten: Die Kassen zahlen nicht. Zwar hat der in unseren
Beispielen erwähnte Heinrich Otto für sich, seinen Sohn Giuliano, seine
Frau und eine Tochter ein ganzes Jahr nur 1.000 Mark für Arzt und
Arzneien ausgegeben (allein das Asthmamittel hätte bei konventioneller
schulmedizinischer Behandlung mehr gekostet), aber die Kasse erstattet
nicht (mehr). Dabei zahlt die Familie im Monat weit mehr als das, was
sie im Jahr verbraucht, an die Krankenkasse. Berechnungen zeigen, daß
eine homöopathische Arztpraxis weniger als 20 Prozent der normalen
Kosten ein Praxis verursacht. Weil geheilt wird! Auch Chronisches! Weil
nicht soviel überwiesen und ins Krankenhaus eingewiesen wird! Weil nicht
so viele Nebenkosten durch Apparate, die amortisieren müssen, entstehen!
Was kostet in der Homöopathie? Die Zeit, die der Arzt aufwendet. Wer
sich eine Stunde mit einem Patienten befaßt, muß dafür mehr bekommen als
die üblichen 18 Mark. Das will man nicht einsehen. Also zahlt man nicht,
sondern läßt die Patienten selber löhnen. Dafür wird alles getragen, was
als Folge des Rauchens beispielsweise anfällt. Jeder kann sich
gesundheitlich ruinieren, durch übertriebenen Sport zum Beispiel, macht
nichts! Wenn er zum Kassenarzt geht, löhnt die Kasse. Wer sich beim
Homöopathen heilen läßt und dabei anfängt, bewußter (gesünder) zu leben,
Hausmittel anzuwenden, sich besser zu ernähren und Süchte (Kaffee,
Nikotin, Alkohol) hinter sich zu lassen - der wird von der
Solidar-Gemeinschaft, für die er kräftig berappt, alleingelassen und muß
die bessere Therapie zusätzlich bezahlen. Aber: Wir müssen ja über unser
teures Gesundheitswesen jammern! Und wir müssen Pharma-Industrie und
Kassen-Funktionäre durchfüttern!
Patienteninformation
Durch jahrzehnte langes Experimentieren und genauestem Beobachten hat
Hahnemann das „Ähnlichkeitsprinzip“ ergründet und zusammenfassend
schlüssig formuliert und in seinem Buch „Organon“ aufgeschrieben.
In der Homöopathie werden kranke Menschen (nicht Krankheiten!) mit
Medikamenten geheilt, die an gesunden Menschen ähnliche Symptome
hervorrufen, wie sie am kranken Menschen heilen.
Wenn man gesunden Menschen bestimmte Naturstoffe (z.B. Kochsalz) in rel.
großen Dosen/Portionen eingibt, dann folgen Erscheinungen oder Symptome,
die für diesen Stoff typisch sind (z.B. Durst).
Viele Menschen haben an sich selbst schon ähnliche Beobachtungen
gemacht. Kaffee hat z.B. eindeutige pharmakologische Wirkungen wie
Herzklopfen, Schlaflosigkeit und erhöhte Harnproduktion (diuretische
Wirkung). Bei manchen Menschen hat Kaffee aber eine andere, paradoxe
Wirkung, wie z.B. schlaffördernde Wirkung, v.a. bei älteren Menschen.
Genauso ist es mit giftigen Naturstoffen (Tollkirsche, Arsen), die im
Rohzustand giftig wirken können, als homöopathische Medikament aber
große Heilkräfte bei schweren Krankheiten entfalten können.
Denn erst durch die homöopathische Herstellung eines Naturstoffes
entsteht ein Heilmittel, das homöopathische Medikament.
Dann ist nur derjenige potenzierte Stoff in der Lage einen kranken
Menschen zu heilen, der am gesunden Menschen ein sehr ähnliches
Symptomenbild hervorgerufen hat, das der kranke Mensch gerade im
Krankheitsfall zeigt. Dazu gehören nicht nur die Krankheitssymptome
(Fieber, Erbrechen, Entzündung), sondern auch individuelle Eigenheiten
(z.B. Durstlosigkeit während des Fiebers, Verlangen nach eiskalten
Getränken bei Husten).
„Wähle, um sanft, schnell, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem
Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden (homoion pathos)
für sich erregen kann, als sie heilen soll.“
Mit diesem Satz fasste Hahnemann die Grundprinzipien der von ihm
entdeckten Heilmethode zusammen, was bereits der griechische Arzt
Hippokrates erwähnte:
„Similia similibus curentur“ = „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“!
Die Aufgabe des homöopathischen Arztes besteht in der individuellen
Erfassung des GESAMTEN körperlichen und seelischen und sozialen
Zustandes des Patienten, um das Ähnlichste (= Simillimum) Arzneimittel
zu finden, was ihn dann von seinem Hauptleiden (oft auch von anderen
Nebenleiden oder Befindlichkeitsstörungen) heilt. Dazu ist für den
behandelnden homöopathischen Arzt eine umfangreiche Kenntnis der
Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie und Psychologie notwendig, neben
dem tiefen Studium der klassischen homöopathischen Schriften.
Hinweise
1. Eine homöopathische Anamnese ist der Bericht des Patienten über seine
Krankheit, seine Symptome, seine Befindlichkeiten, seine körperlichen,
psychischen und sozialen Eigenheiten und alle damit zusammenhängende
Umstände in Gegenwart und Vergangenheit.
2. Um diese im Gespräch mit dem homöopathischen Arzt zu erzählen und zu
erinnern, braucht es viel Zeit. Arzt und Patient nehmen sich dafür
üblicherweise zwei (bis drei) Stunden, wozu eine körperliche
Untersuchung natürlich auch gehört.
3. Die anschließende Auswertung, Analyse und Auffindung des individuell
passenden homöopathischen Medikamentes bedarf auch eines längeren
ärztlichen Zeitaufwandes.
4. Einnahme: So dann wird das homöopathische Medikament dem Patienten
zugestellt oder abgeholt, und am Abend unmittelbar vor dem Einschlafen
werden die 2-3 kleinen Kügelchen (= Globuli) aus dem Papier direkt auf
die Zunge gelegt, ohne die Lügelchen mit den Fingern zu berühren.
5. Frauen sollten ein homöopathisches Medikament nicht 3 Tage vor,
während oder bis zu 3 Tagen nach der Periode einnehmen, weil der Körper
mit hormonellen Veränderungen beschäftigt ist. Dies ist eine
Erfahrungsregel zur Vorsicht und in bestimmten akuten Erkrankungen
anders zu handhaben (nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt).
6. Genauso sind Schwangerschaft, Entbindungszeitraum, Stillzeit und
Neugeborenenphase besondere Lebensphasen, in denen mit den
tiefgreifenden homöopathischen Medikamenten evtl. anders umzugehen ist
(wie man auch bei falscher Einnahme oder Dosierung sehr schaden kann!)
7. Auch in der Homöopathie hat Hahnemann auf eine gesunde Lebensweise
und Lebensführung hingewiesen. Störfaktoren sind behoben werden, z.B.
feuchte schimmelige Wohnräume, Schlafmangel, schulmedizinische
Medikamenteneinnahme, usw.
8. Das homöopathische Medikament braucht mindestens 5, besser 6 Wochen,
um seine Heilwirkung voll entfalten zu können. In diesen 6 Wochen dürfen
keine anderen homöopathischen Medikamente, egal in welcher Form oder
Potenz, eingenommen werden!!!
9. Nach 5-6 Wochen berichtet der Patient wieder, wie es ihm dann geht,
im Hinblick auf seine Krankheitssymptome wie auch mit seinem
Allgemeinbefinden und seinen Befindlichkeitsstörungen oder Eigenheiten
(z.B. Schlaf, Durst, Appetit, Verdauung, Stimmung, Ängste, usw.) =
Follow-up oder Folgekonsultation.
10. Dann wird der Arzt überprüfen, ob das Medikament wieder gegeben
wird, entweder in der selben Potenz oder einer anderen, oder ob ein
anderes Medikament anhand der Symptome notwendig ist, oder ob noch
gewartet wird, bis die gute Mittelwirkung aufgebraucht ist.
11. So wird eine gesundheitsherstellende und gesundheitserhaltende und
gesundheitsförderliche homöopathische Therapie durchgeführt, wie von den
alten Homöopathen gelehrt.
Hahnemann sagt: „Macht’s nach, aber macht’s genau nach!“
Nur dann ist Homöopathie in der Lage auch schwerste Krankheiten zu
heilen und Operationen zu vermeiden!
Achtung!
In 200 Jahren erfahrungsreicher Homöopathiegeschichte hat sich die
Erfahrungstatsache immer wieder bestätigt, dass ca. 2/3 aller
homöopathischen Medikamente durch Kaffee und Pfefferminze in jeder Form
„antidotiert“ wird, d.h. die heilende Wirkung des homöopathischen
Medikamentes wird unterbrochen und außer Kraft gesetzt.
Dies gilt für entcoffeinierten Kaffee genauso wie für Kola und Spezi,
als auch für Campher und Menthol, was Wirkstoffe der Pfefferminze sind.
Diese Stoffe haben tiefere pharmakologische Wirkungen als man allgemein
weiß.
Deshalb ist es für Patienten so entscheidend wichtig, diese Stoffe zu
meiden, damit das Medikament seine volle Wirkung ungestört entfalten
kann!
Weiter Auskünfte und Informationen sind gerne persönlich, telefonisch,
per e-mail oder in Vorträgen erhältlich.
Für Vorträge stehe ich gerne auf Einladung zur Verfügung.
Darüber hinaus steht eine umfangreiche Literatur zur Verfügung.